Der Richter und sein Henker Kapitelzusammenfassung

Deutsch... dazu kann man Fragen haben? Ist doch super einfach... oder doch nicht? Fragen hier rein!

Der Richter und sein Henker Kapitelzusammenfassung

Beitragvon Martin » 29. April 2008, 17:48

Da scheinbar ein großes Interesse an Personencharakterisierungen und Kapitelzusammenfassungen des Buches "Der Richter und sein Henker" von Friedrich Dürrenmatt besteht habe ich entsprechende Beiträge aus einem anderen Beitrag herauskopiert, um sie übersichtlich zur Verfügung zu stellen damit ihr nicht den ganzen Beitrag durchwühlen müsst um entsprechende Lösungen zu finden.
Wenn ihr noch weitere Charakterisierungen etc. über das Buch habt könnt ihr die gerne in dem anderen Beitrag posten, ich ergänze die dann hier.

Da alle folgenden Beiträge von Nutzern des Schülerforums geschrieben wurden und ich selbst das Buch nicht gelesen habe, kann ich keine Gewähr für die Richtigkeit der Inhalte übernehmen!

1. Inhaltsangabe
2. Hans Bärlach
3. Gastmann
4. Dr. Lucius Lutz
5. Tschanz


Des weiteren möchte ich auf die Inhaltszusammenfassung auf (Link automatisch entfernt) verweisen: http://www.(Link automatisch entfernt)/der-r ... er-12.html

Die Diskussion zu "Der Richter und sein Henker" findet weiterhin hier statt!

Gruß
Martin
Zuletzt geändert von Martin am 20. Mai 2008, 11:57, insgesamt 12-mal geändert.
Martin
Administrator
 
Beiträge: 1235
Registriert: 4. Januar 2005, 23:08
Wohnort: Aachen
Rekorde: 5

 

Beitragvon Martin » 29. April 2008, 17:49

Inhaltsangabe von Kapitel 1-21


Erstes Kapitel

Ein Dorfpolizist namens Alphons Clenin findet einen blauen Mercedes am Strassenrand mit einer Leiche namens Ulrich Schmied, der Polizeileutnant von Bern, welcher erschossen worden war. Clenin fährt mit dem Mercedes samt Leiche nach Biel, wo die Untersuchung eingeleitet wird. Der Fall gerät an den Polizeikommissar Bärlach in Bern, der Schmieds Vorgesetzter war. Bärlach geht zu der Familie Schönler, wo Schmied ein Zimmer hatte, um eine Akte zu holen. Er sagt der Vermieterin nichts, sondern teilt ihr mit, dass Schmied dienstlich verreist sei.


Zweites Kapitel

Bärlach liest die Akte, um kurz darauf bei seinem Chef, Dr. Lucius Lutz, zu erscheinen. Bärlach hat schonen einen Verdacht, möchte diesen nicht äussern, sondern bitte Lutz um eine Stellvertretung die ihm im Fall hilft, da er krank ist. Er fährt zusammen mit einem Kollegen Blatter nach Twann, wo sie Clenin zum Tatort führt. Dort entdeckt Bärlach eine Revolverkugel.


Drittes Kapitel

Tschanz kehrt aus den Ferien zurück, um für den kranken Bärlach die Untersuchung durchzuführen. Sie stellen auf Grund des Sachverhalts fest, dass Schmied ermordet worden war. Bärlach hat einen Verdacht, doch möchte er diesen nicht äussern bis Tschanz die Untersuchungen abgeschlossen hat, damit sie beide weiterhin objektiv handeln können. Schmied hatte einen Gesellschaftsanzug getragen und sich ein G in die Agenda eingetragen. Tschanz schlägt vor, dass die beiden nach Lamboing, um mehr über das G herauszufinden.


Viertes Kapitel

Tschanz holt Bärlach ab und fährt mit ihm nach Twann. Auf dem Weg fragen sie an diversen Tankstellen nach Schmied, der seinen Wagen Charon genannt hatte. An einer Tankstelle hatten sie Glück und damit den Beweis, dass Schmied über Kerzers- Inn gefahren sein musste. Als sie auf die Strasse von Twann nach Lamboing kamen, hielten sie an, um zu warten.


Fünftes Kapitel

Zwei Wagen tauchen auf und Tschanz folgt ihnen bis zu einem Haus, welches von Pappeln umgeben ist und ein grosses G an der Gittertür hat. Tschanz ist zufrieden und sagt G stehe für Gastmann, was er im Telephonbuch nachgeschlagen habe.


Sechstes Kapitel

Bärlach und Tschanz gehen getrennt um das Haus, wobei Bärlach von einer Bestie von Hund angegriffen wird. Tschanz erschiesst den Hund, um seinen Kollegen zu retten. Als am Fenster ein Herr auftaucht, der sagt, dass Gastmann nicht zu sprechen sei. Bärlach und Tschanz kehren zurück zum Eingang wo ein Nationalrat Schwendi, der Oberst und Gastmanns Anwalt ist, auf sie wartet und sie zurechtweist. Erst als Bärlach den Mord erwähnt wird der Oberst vernünftig und sagt, dass er mit Gastmann reden werde. Tschanz geht alleine in eine Gastwirtschaft, wo er den Polizisten von Lamboing, Jean Pierre Charnel, antrifft. Im Gespräch erfährt Tschanz von einem Schriftsteller, der G kennt und er möchte sich diesen vorknöpfen, weil er angeblich nichts von Schmied wusste. Zudem sagt Charnel, dass Gastmann ein reicher Philosoph sei und die Steuern für ganz Lamboing zahle, was ihn beliebt mache.


Siebtes Kapitel

Bärlach ist nicht mehr in der Gastwirtschaft, wo ihn Tschanz zurückgelassen hatte, sondern am Tatort. Tschanz erzählt Bärlach, was er in der Beiz erfahren hatte und bringt ihn nach Hause, wobei ihn der Kommissär nun duzt. Als Bärlach im Haus die Jacke auszieht, hat er Mühe, weil er den linken Arm in Tücher eingewickelt hatte, wie es Hundetrainer haben. Er muss also mit der Bestie gerechnet.


Achtes Kapitel

Am Samstag spricht von Schwendi bei Lutz vor und rügt diesen für den Vorfall mit dem Hund. Des weiteren weist er ihn zurecht, dass Schmied auf Gastmann angesetzt worden sei und sagt, dass Gastmann dies nicht schätze und da von Schwendi sein Anwalt sei, möchte er nicht, dass dies wieder geschehe. Zudem sagt er, dass die Polizei untersuchen sollte, warum Schmied bei Gastmann unter falschem Namen und nicht dienstlich anwesend war, denn er vermute Spionage für eine fremde Macht. Von Schwendi gibt Lutz zu verstehen, dass die Polizei die Angeklagten sind und nicht Gastmann, denn die Polizei muss ihr Verhalten rechtfertigen. Daraufhin gibt erhält Lutz eine Liste von ihm eingeteilt in drei Abteilungen (Künstler, Industrielle, dritte Abteilung), mit den Namen der Leute, die bei Gastmann anwesend waren. Von Schwendi weist Lutz darauf hin, dass die dritte Abteilung Leute sind, über die die Polizei keine Gewalt hat und die nicht mit den Industriellen zusammen genannt werden möchten und mit der Politik in Verbindung stehen. Es handelt sich um Leute die einer fremden Gesandtschaft angehören, auf Deutsch Diplomaten.


Neuntes Kapitel

Lutz begreift, dass die Diplomaten bei Gastmann geheime Verhandlungen abhielten und dass Schmied diesen beigewohnt hatte. Von Schwendi geht davon aus, dass da Schmied nicht im Auftrag der Polizei da war, ein Spion ist. Lutz sieht ein, dass er keine Chance hat und gibt nach. Er sagt, dass die Untersuchungen mehr auf Schmieds Leben ausgerichtet werden, das mit der Fremden macht an die Bundespolizei weitergeleitet wird und dass er das formelle Verhör mit Gastmann so abhalten werde, dass er keine Fragen beantworten muss, die ihm nicht vorher mitgeteilt werden. Zudem werde man Gastmann nicht mehr belästigen.


Zehntes Kapitel

Schmieds Beerdigung steht and und Bärlach und Lutz fahren zusammen hin. Auf der Beerdigung tauchen zwei schwarze, betrunkene Gestalten auf, die singen und einen Kranz hinwerfen, der für Dr. Prantl bestimmt war. Schmied hatte sich bei Gastmann als Dr. Prantl ausgegeben.


Elftes Kapitel

Bärlach kehrt nach der Beerdigung nach Hause zurück und trifft dort den Man der sich Gastmann nennt und der auf ihn wartet. Der Mann wusste, dass Bärlach Schmied auf ihn angesetzt hatte. Es stellt sich heraus, dass sich die beiden schon seit 40 Jahren kennen und damals eine Wette aufgestellt hatten. Die Wette war, dass Gastmann vor Bärlachs Augen ein Verbrechen begehen kann, ohne dass es Bärlach je beweisen könne. Gastmann stiess einen Kaufmann von einer Brücke und dieser ertrank. Da dieser Kaufmann vor dem Konkurs stand, glaube das Gericht Gastmanns Version, dass es Selbstmord war. Seither ist Bärlach auf der Jagt nach Gastmann. Gastmann geht und nimmt die Mappe mit den Beweisen mit ohne dass ihn Bärlach daran hindern kann.


Zwölftes Kapitel

Bärlach geht zu Lutz ins Büro, um zu hören, dass die Ermittlungen mehr in Richtung Schmied laufen sollen, denn Gastmanns Persönlichkeit stehe über jedem Verdacht, was man von Schmied nicht mehr sagen könne. Bärlach ist, überraschend für Lutz, damit einverstanden und bittet um eine Woche Krankenurlaub. Daraufhin fährt Bärlach mit Tschanz zum Schriftsteller.


Dreizehntes Kapitel

Der Schriftsteller empfängt Tschanz und Bärlach in einem Zimmer, wo das Gegenlicht so fällt, dass die beiden Gäste das Gesicht des Gastgebers nicht erkennen können. Tschanz fängt an Fragen über den Mord zu stellen, wobei der Schriftsteller ein Alibi besitzt und sagt, dass er nicht glaube, dass es Gastmann gewesen sein könnte, weil er sich 10 Minuten vor dem Mord von ihm verabschiedet habe. Obwohl der Schriftsteller von den Kochkünsten des Herrn Gastmanns angetan ist, hält er ihn für einen schlechten Mensch. Er bezeichnet ihn sogar als Nihilist und ist fasziniert, dieses Schlagwort in einer Person verkörpert, zu sehen zu bekommen.


Vierzehntes Kapitel

Sie fahren auf Bärlachs ausdrücklichen Befehl nach Bern zurück, denn er will den Wünschen seines Chefs, Gastmann in Ruhe zu lassen, Folge leisten. Tschanz kann das nur schwer nachvollziehen und möchte, da er jahrelang im Schatten von Schmied gestanden hat, jetzt ändern und dessen Mörder finden. Er bittet Bärlach, mit Lutz zu reden, doch Bärlach meint, dass sich Tschanz selber helfen müsse. Des weiteren teilt Bärlach ihm mit, dass er nächste Woche Krankenurlaub habe.


Fünfzehntes Kapitel

Bärlach besucht seinen Arzt Hungertobel, der ihm sagt, dass er innert drei Tagen operiert werden müsse, nach seinem letzten Anfall bei Gastmanns Hausbesuch, denn sonst werde er in vier Tagen an einem Anfall sterben. Bärlach erfährt, dass Gastmann Bärlachs Krankenakte eingesehen hat und daher über ihn Bescheid weiss. Nach der Operation werde er noch ein Jahr zu leben haben.


Sechzehntes Kapitel

Bärlach wacht nachts um zwei auf und bemerkt einen Eindringling in seinem Haus. Mit einem Revolver bewaffnet macht er sich auf die Suche, doch der Täter zerstört die Lichter und der Kampf findet im Dunkeln statt. Bärlach entschliesst sich durch das Fenster zu schiessen, um die Nachbarn auf sich aufmerksam zu machen, was den Täter zuerst dazu bringt, das Schlangenmesser Richtung Bärlach zu schleudern, diesen knapp verfehlend und dann die Flucht zu ergreifen.


Siebzehntes Kapitel

Bärlach nimmt ein Taxi, doch es stellt sich heraus, dass es eine Falle von Gastmann ist, der die gleichen Handschuhe trug, wie der Mann, der in der Nacht gekommen war, um Bärlach zu töten. Die beiden unterhalten sich über ihre Wette und Bärlach sagt, dass er Gassmann der Verbrechen nicht überführen konnte, die er begangen hatte, also muss er ihn eines überführen, welches er nicht begangen hat und zwar den Mord an Schmied. Weiter sagt Bärlach, dass er über Gastmann gerichtet habe und dass er ihm noch heute einen Henker schicken wird, der Gastmann umbringen werde, weil ihm Gastmann zuvor gedroht hatte, dass er Bärlach töten werde.


Achtzehntes Kapitel

Tschanz trifft Anna, Schmieds Frau, und sagt ihr, dass er den Mörder ihres Gatten kenne und ob sie seine Frau werden möchte. Er geht zu Gastmann, wo einer der Diener Tschanz anschiesst und dieser wiederum auf Gastmann feuert.


Neunzehntes Kapitel

Tschanz war getroffen, doch hatte er Gastmann und dessen zwei Diener getötet. Lutz sagt, dass sie bei Gastmann Schmieds Akte gefunden hätten und dass das Motiv für den Mord an Schmied auch gegeben sei, da Gastmann Angst hatte, Schmied können ihm auf die Schliche kommen. Sogar von Schwendi ist nun überzeugt. Bärlach betritt die Totenkammer, wo sich von Schwendi und Tschanz unterhielten und sagt, dass er nun Tschanz befördern müsse und dass es so aussieht, als wären sie im Unrecht gewesen. Als die andern gegangen waren, deckt er Gastmanns Leiche ab, um seinen Feind das letzte Mal zu sehen. Das Leben ist für beide nun zu Ende, da der eine gestorben ist, der andere so gut wie tot ist und sein lange verfolgtes Ziel nicht erreicht hatte, sondern die Wette verloren hatte.


Zwanzigstes Kapitel

Tschanz geht zu Bärlach, wo ein Tisch mit einem Festessen für zwei Personen gedeckt ist. Bärlach isst wie ein Tier und das führt Tschanz zu der Annahme, dass Bärlach seinen Krankheit nur gespielt hatte und auch gewusst hatte, dass Tschanz Schmied getötet hatte. Bärlach sagt ihm, wie er Schmied umgebracht hat indem er seinen Wagen im Twannbachwald hat stehen lassen, um von dort auf die Strasse nach Lamboing zu geraten. Dann hatte er Schmied ermordet. Die Kugel im Hund bestätigt, dass es die Dienstwaffe von Tschanz war, die Schmied getötet hatte und Bärlach hatte von Anfang gegen Tschanz ermittelt. Tschanz hatte Schmied umgebracht, weil Schmied all das hatte, was er gerne gehabt hätte und als er ihn umgebracht hatte, musste er einen Mörder finden und das war Gastmann. Tschanz hatte auch Bärlach überfallen, um an die Akte zu kommen, um Gastmann zu belasten. Schmied war von Bärlach auf Gastmann angesetzt gewesen und da Tschanz Bärlachs Pläne durchkreuzt hatte, benutzte er ihn, um Gastmann zu töten. Tschanz begreift, dass Bärlach über Gastmann gerichtet und Tschanz ihn gehenkt hatte. Bärlach sagt, dass er ihn nicht verraten werde, denn er habe schon einen Menschen gerichtet und lässt ihn gehen.


Einundzwanzigstes Kapitel

Bärlach erfährt, dass Tschanz mit seinem Wagen unter einen Zug gekommen und gestorben ist. Der Kommissär ist todkrank und hat nun noch ein Jahr zu leben.
Zuletzt geändert von Martin am 29. April 2008, 17:51, insgesamt 1-mal geändert.
Martin
Administrator
 
Beiträge: 1235
Registriert: 4. Januar 2005, 23:08
Wohnort: Aachen
Rekorde: 5

Beitragvon Martin » 29. April 2008, 17:50

Hans Bärlach

1. Kommissar Bärlach ist der Vorgesetzte des ermordeten Schmied. Er lebte lange Zeit im Ausland. Bärlach stand zehn Jahre in türkischen Diensten und wollte in Istanbul die Kriminalistik reformieren. Er war in Frankfurt am Main sogar Polizeichef, doch die Nationalsozialisten waren dagegen. Also kam er 1933 wieder nach Bern. Dort arbeitet er unter Dr. Lutz. Er steht kurz vor der Pension.

Bärlach hat eine Kehrtwende durchgemacht. Der einst für neue Methoden empfängliche weltoffene Kriminalbeamte, lehnt nun sämtliche Reformen ab. Er vertraut auf seine langjährige Berufserfahrung, seine Intuition und seinen ausgeprägten Instinkt. Diesen braucht er oft, weil er durch seine Krankheit und sein hohes Alter körperlich eingeschränkt ist. Doch damit ist er seit jeher erfolgreich. Seine frühere Neugierde gegenüber dem Fremden und Neuen wendete sich in innere Verschlossenheit und Ablehnung von Veränderungen.

Sein Leben stellt den Kampf gegen das Böse dar, das von Gastmann verkörpert wird. Er muss ihm das Handwerk legen. Dafür lebt er. Als er endlich sein Ziel, das er über 40 Jahre verfolgte, erreicht, beginnt für ihn ein neuer Lebensabschnitt. Sein Leben verliert an Sinn, denn Gastmann zu verfolgen wie „Jäger und das Wild“1 tat er seit ihrer ersten Begegnung am Bosporus.

Bärlach lebt zurückgezogen und verbringt seine Freizeit mit Lesen. In seinem Haus ist ein Raum, in dem nur Bücher aufbewahrt sind. Er liest sie auf seinem Diwan. Seine zweite große Leidenschaft ist das Essen. Er liebt Delikatessen. Als er mit Tschanz zu Abend isst, verschlingt er diese in großer Geschwindigkeit, sodass man meint, er bekäme die letzte Mahlzeit in seinem Leben. Er wollte jedoch feiern, endlich Schmieds Mörder gestellt zu haben. Außerdem spielt er gerne Schach.
Bestimmte Dinge verabscheut Bärlach. Er mag keine schnellen Autos, weil er krank ist und seine Gesundheit nicht noch mehr gefährden will. Doch eigentlich ist das ein Beweis, dass er keinen Fortschritt will. Er ist ein Gewohnheitsmensch und will möglichst nichts verändert haben. Doch die Widersprüchlichkeit liegt hier offen. Er will Gastmann aus seinem Leben haben und das bedeutet eine große Veränderung, da er ihn ständig jagt. Bärlach mag auch keine Toten. Das bringt er zum Ausdruck, als er sich Schmieds Leiche anschauen soll. Doch diese Abneigung steht im Gegensatz zu der Tatsache, dass er sich den Leichnam von Gastmann noch einmal genau angesehen hat und sogar mit ihm geredet hat. Sein Beruf hat unmittelbar mit Toten zu tun und er kann sie nicht leiden. Aber er mag seinen Beruf und muss deshalb mit ihnen klar kommen.

Kommissar Bärlach mag Tote genauso wenig wie Zeitungen. Er möchte den Fall über Schmieds Ermordung geheim halten. Und Zeitungen seinen „das Überflüssigste, was in den letzten zweitausend Jahren erfunden worden ist.“2 Außerdem mochte Bärlach keine Protokolle.

Natürlich gibt es auch Sachen, die er mag. Er hält viel von schweigsamen Menschen, wie Blatter einer ist.

Alles in allem ist Kommissar Hans Bärlach ein sehr widersprüchlicher Charakter. Aber genau diese Wesensart macht ihn zu der interessanten Persönlichkeit, die er ist. Er versteht es Fälle zu lösen, dadurch dass ihn seine Krankheit als zerbrechlichen alten Mann darstellt und er unberechenbar wird. Das setzt er gezielt ein und gelangt so zu seinem Erfolg. Er ist ein Vorbild in der Kriminalistik


2. Hans Bärlach ist eine der Hauptpersonen des Kriminalromans „ der Richter und sein Henker von Friedrich Dürrenmatt, dessen Handlungen 1948/49 in der Schweiz spielen.


Hans Bärlach ist über 60 Jahre alt und von Beruf ein bekannter Kriminalist. Er lebt als Junggeselle seit 1933 in einem haus in Bern und ist ein Moralist.

Bärlachs Vorgesetzter ist Dr. Lucius Lutz, auch eine Figur im Roman ,selber ist er der Vorgesetzte vom ermordeten Leutnant Schmied und dessen Mörder Tschanz, die auch Figuren in Dürrenmatts Buch sind.

Er raucht stark und trinkt gerne mal ein Glas Wein. Seine Liebe gehört der Kochkunst, worüber er auch mit dem Schriftsteller, einer weiteren Person des Romans, spricht (79).
Dies alles macht ihn zu einem genussfreudigen Menschen. Aber er hat Magenkrebs im Endstadium und bekommt Anfälle mit starken Schmerzen.(vgl.73).

Er lässt sich nicht von höheren Personen beeindrucken, dies zeigt sich, da er , als er in Frankfurt arbeítete, einem „hohen Beamten“ eine Ohrfeige gab.
Bärlach liebt das Risiko, er lässt zum Bespiel seine Haustüre immer offen, auch wenn er abwesend ist, da er es als spannend ansieht, nach Hause zu kommen und nachzuschauen, „ob etwas gestohlen worden ist, oder nicht“(25).

Er verhält sich anscheinend dilettantisch , da er zum Bespiel keine Protokolle liest(vgl.209, aber im er handelt nach einen durchkonstruierten Plan.
Er plante sein Vorgehen bei der Aufklärung des Mordes an Schmied, , schon am Anfang des Geschehens, als für ihn klar war, das Tschanz Schmieds Mörder ist: „Alles was ich tat, geschah mit der Absicht, dich in die äußerste Verzweiflung zu treiben“( 116 ).


Hans Bärlach ist nicht genau als „gut“ der „böse“ einzuordnen. Auf der einen Seite ist er ein Biedermann, der durch sein Alter und seine krankheit seiner Arbeit nicht mehr gewachsen ist und steht allein schon als Kriminalist für die Gerechtigkeit, dies ist jedoch eine Täuschung, denn in Wirklichkeit spielt er ein menschenverachtendes Spiel:

40zig Jahre zuvor schloss er mit Gastmann, seinem Gegenspieler, eine Wette ab: Sie wetteten, dass Gastmann es schaffen würde, in Bärlachs Gegenwart eine Verbrechen zu begehen, ohne das dieser in Stande wäre , es ihn jemals nachzuweisen.
Als Bärlach merkt, dass er Gastmann mit legalen mitteln nicht überführen kann, wird er selber kriminell. Er bringt Tschanz durch raffinierte Methoden dazu, Gastmann zu erschießen.
Aber Bärlach ist nicht nur Gastmanns Gegenspieler, sondern auch sein Gegenstück, dies beschreibt auch der Schriftsteller, in dem sich Dürrenmatt selber sieht: „man könnte [...]
dem anderen.“(82)


Bärlach wir vom Erzähler als „Tiger, der mit seinem Opfer spielt“(113), welches in diesem Fall Tschanz ist, bezeichnet. Als er Tschanz zum Essen einlädt, spielt er das letzte mal mit Tschanz, er täuscht ihn indem er vorgibt, dass er in Wirklichkeit gar nicht krank sein, und treibt ihn unter anderem durch dies in den Selbstmord.

All dies macht Hans Bärlach für den Leser zu einer sehr interessanten Person.


3. Charaktereigenschaften von Bärlach:
Einzelgänger
„altmodisch“ (Gegner moderner Ermittlungsmethoden)
ermittlerische Fähigkeiten werden von den Vorgesetzten unterschätzt
körperlich faul
intelligent (International anerkannter Kriminalist)
hält sich nicht an Dienstvorschriften
scheut sich vor Leichen (schaut sich die Leiche nicht an und schaut sich auch nicht die Hinterlassenschaften des Toten an)
selbstbewusst und dickköpfig -> Konsequent
nicht gewalttätig!!!
undiszipliniert, respektlos
antiautoritär
gebildet (liest viel)
gesellschaftlicher Außenseiter (weil er sehr mürrisch ist)
Zigarrenraucher (Anspielung auf Holmes’ / Maigret’s Pfeifen)
Hinterlistig (Falle für Tschanz)
Heimtückisch
Kalt-berechnendes Vorgehen / er denkt sehr rational
Tollkühn / waghalsig -> Er begibt sich für seine Ermittlungen in Lebensgefahr („Fressorgie“)
Martin
Administrator
 
Beiträge: 1235
Registriert: 4. Januar 2005, 23:08
Wohnort: Aachen
Rekorde: 5

Beitragvon Martin » 29. April 2008, 17:51

Gastmann

1. (Von Benutzer Suchtgefahr):
Gastmann ist eine der Hauptpersonen im Kriminalroman “der Richter und sein Henker“ von Friedrich Dürrenmatt, dessen Handlungen 1948/49 in der Schweiz spielen.

Er wurde in Pockau ( Sachsen ) geboren, und sein Vater war ein Großkaufmann in Lederwaren (vgl.73). Gastmann reist mit 13 Jahren von Hause aus und spricht sehr schlecht über seine Mutter(70). Er war Gesandter Argentiniens in China und „ Verwaltungspräsident des Blechtrusts jenes der Industriellen“ (53).Er lehnte es auch ab, in die Französische Akademie gewählt zu werden (vgl.53).

Er ist der Gegenspieler von Hans Bärlach, einem Kriminalisten, einer weiteren Hauptperson des Romans.
Vierzig Jahre vor dem Geschehen, schlossen sie eine Wette ab: Gastmann wettete, in Bärlachs Gegenwart ein Verbrechen begehen zu können, ohne das dieser es ihm nachweisen könne.
Gastmann ist auch Bärlachs Gegenstück, das auch der Schriftsteller, auch eine Person des Buches, in dem sich Dürrenmatt selber sieht, erkennt: „ Man könnte [...]dem anderen(82).
Im Gegensatz zu Bärlach ist er ein Nihilist, „weil er das gute ebenso aus einer Laune, aus einem Einfall tut, wie das Schlechte“ (82). Dabei wird er vom Zufall begünstigt.

Gastmann ist, wie Bärlach nicht genau als „gut“ oder „böse“ einzuordnen. Auf der einen Seite begeht er Verbrechen , zum Bespiel den Mord an einem Kaufmann(69). Aber auf der anderen Seite zahlt er für das ganze Dorf Lamboing Steuern und gibt Veranstaltungen, um die Beziehungen der gehobeneren Schicht zu fördern und zu erhalten(41).

Für den Schriftsteller ist er ein Fanatiker „der Freiheit des Nichts“(83). Er begeht Verbrechen aus Übermut und um zu widersprechen. Seine hohen Kreise, sein soziales Engagement (Steuern zahlen...) sind nur Tarnung. Gastmann will ein Leben frei von moralischen Bindungen. Weiterhin verachtet Bärlachs kleinbürgerliche Lebensweise (vgl.70).Er hingegen führt ein wechselvolles Leben “Aus Übermut[...] das schlechte liebend.“(70).


Seine „Opfer“ wählt er genaustes aus, was zeigt, dass er raffiniert ist. Beispiel dafür ist auch der Mord am Kaufmann, Gastmann plädierte darauf, das dieser Selbstmord beging. Dieser Mord war ihm nicht nachweisbar, da der Kaufmann vor dem Konkurs stand und sich durch einen Betrug vergeblich retten wollte(vgl.69).

Gastmann hat anscheinend keine Menschlichkeit, keine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber und ist skrupellos, was sein Verhalten zeigt / seine Verbrechen zeigen. Ein Beispiel dafür ist, das Verhalten bei Schmieds Beerdigung, die ironische Kranzaufschrift etc.(59ff.).

All dies macht ihn auch für den Leser zu einer sehr interessanten Person, die sich gut mit Bärlach vergleichen lässt. Das auch der Schriftsteller so sieht, es fasziniert ihn, Gastmann zu studieren:“ Aber man [...] zu studieren“(83)

2. Er ist der Gegenspieler von Hans Bärlach, einem Kriminalisten, einer weiteren Hauptperson des Romans.
Vierzig Jahre vor dem Geschehen, schlossen sie eine Wette ab: Gastmann wettete, in Bärlachs Gegenwart ein Verbrechen begehen zu können, ohne das dieser es ihm nachweisen könne.
Gastmann ist auch Bärlachs Gegenstück, das auch der Schriftsteller, auch eine Person des Buches, in dem sich Dürrenmatt selber sieht
Martin
Administrator
 
Beiträge: 1235
Registriert: 4. Januar 2005, 23:08
Wohnort: Aachen
Rekorde: 5

Beitragvon Martin » 29. April 2008, 17:52

Dr. Lucius Lutz

1. Doktor Lucius Lutz ist der Chef von der Berner Polizei. Er ist mittleren Alters und Stammt aus Bern. In seinem Beruf redet er nicht über seine Familie. Er ist Parteimitglied der konservativen liberalsozialistischen Sammlung der Unabhängigen. In dieser Partei ist auch v. Schwendi, ein Parteifreund von Lutz. Lutz wurde nicht in den Großrat gewählt, wegen der Bemerkung des Nationalrats, Oberst und Advokat von Schwendi. Er sagte, „ … in Bern sei ein Volksvertreter mit dem Vornamen Lucius ein Ding der absoluten Unmöglichkeit“. (Seite 45, unten). Seine Einstellung zur Kriminalistik ist wissenschaftlich und modern, da er die New Yorker Polizei und die in Chicagoer besucht hat, um zu sehen wie sie mit Kriminalfällen umgehen. Als er wieder in Bern war, war er sehr enttäuscht wie sie hier vorgehen. Er ist eher der Typ für moderne Vorgehensweisen. Er will, dass alles in der Polizeistation modernisiert wird, einschließlich der Vorgehensweisen der Polizisten beziehungsweise der Beamten der Station.
Man könnte sagen, dass er ein Patriot ist, weil er v. Schwendi verspricht, Gastmann in Ruhe zu lassen, obwohl Gastmann sehr wohl etwas mit dem Fall Schmied zu tun hat und so etwas darf er einfach nicht machen. Er sitzt die meiste Zeit in seinem Büro und arbeitet an anderen oder auch an dem Fall Schmied, auf jeden Fall ist er fast nie dabei wenn es um Spurensuche geht. Das ist typisch für ihn, dass er die meiste Zeit am Schreibtisch sitzt.
Die Umwelt die er wahrnimmt kann man kaum beschreiben, da er die meiste Zeit in seinem Büro sitzt und arbeitet. Die Besprechungen die er führt, sind meistens mit Bärlach, mit dem er über den Verlauf des Falles redet, und mit von Schwendi, mit dem er über Gastmann und seine Probleme redet. Er lässt sich schnell einschüchtern, das erkennt man daran, als v. Schwendi mit ihm über Gastmann spricht, v. Schwendi verlangt, das Lutz den Gastmann in Ruhe lassen soll und ihn nicht belästigen soll. Er verspricht es ihm und er hält es auch ein das Versprechen. Aber als er mit Bärlach über den Fall sprechen will, geht Bärlach einfach, ohne Rücksicht zu nehmen. Lutz ist ein „Nichtraucher“, doch wenn Bärlach in sein Büro geht mit der Zigarre im Mund, sagt Lutz nichts, da er wahrscheinlich die Meinung gesagt bekommen hat von Bärlach.

2. Doktor Lucius Lutz ist der Chef von der Berner Polizei. Seine Einstellung zur Kriminalistik ist wissenschaftlich und modern, da er die New Yorker Polizei und die in Chicagoer besucht hat, um zu sehen wie sie mit Kriminalfällen umgehen. Als er wieder in Bern war, war er sehr enttäuscht wie sie hier vorgehen. Er ist eher der Typ für moderne Vorgehensweisen. Er will, dass alles in der Polizeistation modernisiert wird, einschließlich der Vorgehensweisen der Polizisten beziehungsweise der Beamten der Station.
Martin
Administrator
 
Beiträge: 1235
Registriert: 4. Januar 2005, 23:08
Wohnort: Aachen
Rekorde: 5

Beitragvon Martin » 29. April 2008, 17:52

Tschanz

1. Tschanz wird als höflicher manchmal auch ungeduldiger Mann beschrieben. Er fährt gern schnell Auto, zum Entsetzen von Bärlach. Eine weitere Eigenschaft ist, dass er vorsichtig, aber auch durchaus eifrig ist.
Obwohl er oft als naiv und dumm dargestellt wird, beweist er auch Mut.

2. Tschanz ist ein höflicher (S.22) manchmal aber auch ungeduldiger (S.78 ) Mensch. Tschanz ist vorsichtig (S.96) aber auch durchaus eifrig (S.31). Er ist der Mörder, der sich von allen vernachlässigt fühlt und nur aus Neid einen Mord begeht. Schmied steht ihm im Weg und deshalb muss er sterben. Tschanz will unbedingt Gastmann den Mord in die Schuhe schieben, da jede andere Spur vielleicht zu ihm führen könnte. Er ist sehr kaltblütig und zeigt keinerlei Gefühle.
Tschanz ist ein junger aufstäbender Polizist. Er hat viel Talent und wird von allen hoch geschätzt nur Bärlach hat von Anfang an den Verdacht er sei der Mörder.
Tschanz möchte ein Leben führen wie Schmied; er kauft sich Schmieds Auto, ist mit Schmieds Ex-Verlobten zusammen und fährt auch genau wie Schmied ganz langsam Auto, wenn Bärlach auf dem Beifahrersitz sitzt (Seite 26).
Martin
Administrator
 
Beiträge: 1235
Registriert: 4. Januar 2005, 23:08
Wohnort: Aachen
Rekorde: 5

 

Zurück zu Deutsch


Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast